Medizinische Heilhypnose

Ein Zustand zwischen wach sein und Schlaf

Die medizinische Heilhypnose ist ein besonderer Bewusstseinszustand in absoluter Ruhe und Entspannung.

Die Hypnosetherapie ist die wohl älteste Heilmethode der Menschheit, die mentale Techniken nutzt, um körperliche und psychische Prozesse zu beeinflussen. Es kommt dabei zu einer medizinisch messbaren Veränderung in der Aktivität verschiedener Hirnbereiche und des vegetativen Nervensystems.

Hypnose macht nicht willenlos, denn während der Hypnose funktionieren alle psychologischen Schutzmechanismen. Man kann frei entscheiden, was man sagt und was man macht.

Hypnose hat etwas mit Vertrauen zu tun. Vertrauen zu sich, zum eigenen Unterbewusstsein und zum Therapeuten.

Verantwortungsvoll eingesetzt nimmt die medizinische Heilhypnose positiven Einfluss auf das Unbewusste. Dies geschieht, indem ein Zustand der absoluten Tiefenentspannung entsteht, so ist es möglich den Kontakt zum Unterbewusstsein herzustellen.

Jedes Erlebnis, jeder Gedanke, jede Emotion, einfach alles wird in unserem Unterbewusstsein gespeichert. Jeder Moment unseres Lebens ist abrufbar, nichts geht wirklich verloren.
Entspannung ist die Eingangstür zu unserem Unterbewusstsein.

Ziel dieser besonderen Konzentration auf sich selbst ist es, körperliche Erkrankungen und Symptome oder seelische Befindlichkeiten positiv zu beeinflussen. Durch entsprechende Formulierungen erhält das Unterbewusstsein im positiven Sinne neue Impulse, die es umsetzen kann.

Im Alltag kann man immer wieder hypnoseähnliche Zustände erleben, z.B. beim Fernsehen: Rasche Bildfolgen bannen den Blick, die Aufmerksamkeit ist voll auf diese fixiert. Wird man in diesem Zustand von jemandem angesprochen, nimmt man dessen Worte nicht wahr.

In der Hypnose verändern sich verschiedene Körperfunktionen. So verlangsamt sich z.B. der Herzschlag, der Blutdruck sinkt und die Atmung wird ruhiger. Die Durchblutung der Haut wird besser und der Verdauungstrakt entkrampft sich. Die Muskulatur entspannt sich nahezu vollkommen. Diese körperlichen Phänomene sind auch dafür verantwortlich, dass die Hypnose als sehr angenehm empfunden wird und ein positives Körpergefühl hinterlässt.

Fragen, die immer wieder gestellt werden:

  • Kann ich die Kontrolle über meinen Körper verlieren? Nein, man befindet sich nur in einem
    entspannten Zustand!
  • Bin ich hypnotisierbar? Wenn das Vertrauen zwischen Patient und Therapeut vorhanden ist,
    ist jeder Mensch hypnotisierbar.
  • Gibt es Nebenwirkungen? Definitiv: Nein!
  • Kann man aus der Hypnose nicht mehr erwachen? Nein! Man wird immer wieder wach, der
    Patient bekommt am Ende der Sitzung eine Weckformel gesagt.
  • Sage ich Dinge, die ich nicht sagen möchte? Nein, denn während der Hypnose muss der
    Patient nicht sprechen.
  • Kann ich die Kontrolle über meinen Körper verlieren? Nein, denn man ist nicht
    bewusstlos, sondern nimmt alles wahr, was um einen herum passiert.

Medizinische Heilhypnose hat nichts mit Showhypnose zu tun!

Ablauf der Behandlung

Beim ersten Termin wird dem Patienten das Prinzip der Hypnose erklärt und alle seine Fragen beantwortet. Es findet ein ausführliches Gespräch statt. Hier wird dann auch die Problematik,
die Erkrankung besprochen, die in Hypnose behandelt werden soll. Hieraus resultiert eine auf den Patienten zugeschnittene Hypnosebehandlung.

Behandelt wird zunächst einmal bis zweimal wöchentlich, dies kann sich dann auf alle 2 oder 3 Wochen ausweiten.

Besonders zur Rauchentwöhnung, Gewichtsreduktion und psychosomatischen Erkrankungen hat sich die medizinische Heilhypnose als besonders wirksam bewiesen.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten:

Ängste, allergische Erkrankungen, Bettnässen, Bronchialasthma, Bewegungsstörungen, Empfindungsstörungen, Hauterkrankungen, Konzentrationsmangel, Lähmungen, Magen- und Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa, M. Crohn), Magersucht, Kopfschmerzen, Migräne, Schlafstörungen, Depressionen, Sexualstörungen, Sprachstörungen, Suchterkrankungen, Verspannungen, Zwangsneurosen, uvm.

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